Wie Sie die Frührente, Erwerbsminderungsrente, Berufsunfähigkeitsrente und den Schwerbehindertenausweis beantragen

Schritt für Schritt erfolgreich zum Antrag – Hilfe zur Selbsthilfe!

Nachweise organisieren

Arzt- und Entlassungsberichte beschaffen, organisieren, ablegen in der eigenen Krankenakte!

Wer sich vornimmt, bei seiner Rentenversicherung einen Antrag auf Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsminderungsrente einzureichen der tut gut daran, alle Schritte konsequent abzuarbeiten und die Fakten übersichtlich und jederzeit abrufbar zu ordnen.

Originale und Kopien sollten getrennt aufbewahrt werden.

Es kann nicht schaden, Kopien rechtzeitig beglaubigen zu lassen.

Sie werden im weiteren Verlauf Ihres angepeilten Rentnerdaseins als Erwerbsgeminderte immer wieder darauf zugreifen müßen, weil die Renten wegen Erwerbsminderung in der Regel überwiegend nur noch zeitlich befristet werden!

In diesem Zusammenhang muß die Weitergewährung der Renten wegen Erwerbsminderung immer wieder, rechtzeitig vor deren Ablauf, neu beantragt werden.

Warum ist es nun so wichtig, daß Sie sich persönlich vehement darum kümmern sollten, daß alle Ihre Nachweise vorliegen und nicht erst mühsam beschafft werden müßen?

Stellen Sie sich vor, Sie stellen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente und stellen beim Ausfüllen des Antragsformulars fest, daß Sie alle bisher behandelnden Ärzte, Kliniken, REHA-Einrichtungen, Krankheiten und Gebrechen auflisten müßen und nun sind keine Nachweise vorhanden.

Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, ein solches Antragsverfahren anzugehen:

1)

Die denkbar schlechteste Vorgehensweise:

Sie überlassen alles dem Zufall und verlassen sich auf den riesigen Verwaltungsapparat der gesetzlichen Sozial- bzw. in diesem Fall Rentenversicherung.

In diesem Fall müßen Sie zumindest die Ärzte und Krankenhäuser benennen, bei denen Sie schon in Behandlung waren.

Im Extremfall (also im schlechtesten Fall)  geben Sie, wie die Masse der Antragsteller, lediglich vage und unklare Namen und Behandler an.

Dann müßen die Sachbearbeiter der Rentenversicherung die verschiedenen Stellen anschreiben und von dort die notwendigen oder aber eventuell noch verfügbaren Unterlagen anfordern.

Oft sind die Ärzte gar nicht mehr vorhanden, ebenso sind die Archive oft mangelhaft verwaltet, oft ist die Zehnjahres-Aufbewahrungsfrist abgelaufen und keine Unterlagen mehr verfügbar.

In diesem Fall haben Sie schlechte Karten, weil das alles unnötiger Verwaltungsaufwand ist, die Zeit läuft davon, Ihr Rentenantragsverfahren zieht sich in die Länge wie ein alter, zäher Kaugummi. Nicht selten geht das Spiel über mehrere Jahre.

2)

Die denkbar bessere Vorgehensweise:

Sie haben sich nach jeder Behandlung sofort eine Kopie des Arztattestes ausstellen lassen;

Sie haben von jedem Krankenhausaufenthalt einen Entlassungsbericht;

Sie haben von jedem Ku-/Reha-Aufenthalt einen Entlassungsbericht;

Sie haben von jedem Gutachten eine Kopie.

Sie lassen sich von kompetenter Stelle (z.B.) Niederlassung der Rentenversicherung oder anderes befugtes Amt,

Ihre Kopien beglaubigen.

Auf den oben angeführten Unterlagen sind im Idelfall die Adressen, Behandler, Ansprechpartner, Telefon, Faxverbindungen, E-Mailadressen bereits vorhanden.

Wer solche Unterlagen bei seiner Rentenversicherung einreicht, hat bei den dortigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern automatisch einen Pluspunkt und beschleunigt das gesamte Antragsverfahren erheblich.

Ich kenne Leute, die sammeln Ihre Unterlagen in einem Schuhkarton und reichen diesen Papierhaufen zusammen mit dem Antrag auf Erwerbsminderungsrente ungeordnet und unsortiert bei Ihrer Rentenversicherung ein.

Dann wundern sich diese Leute, wenn der ganze Mist (Verzeihung für diese Bezeichnung) nach wenigen Wochen mit einer Antragsablehnung wieder bei Ihnen im Briefkasten landet.

Bitte merken Sie sich in jedem Fall:

Jeden Handgriff, den Sie in diesem Zusammenhang selber machen, beschleunigt den Verfahrensbalauf Ihres Antrags auf Erwerbsminderungsrente erheblich.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad Huber

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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Besten Dank!

Guten Tag, mein Name ist Konrad Huber.

(Jahrgang 1949) Ich beziehe seit 2001 eine private Berufsunfähigkeitsrente aus einer privaten Berufsunfähigkeitszusatzversicherung sowie eine volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch innerhalb meiner eigenen Familie und im Verwandten- und Bekanntenkreis wurde und bin ich mit dem Thema Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung täglich konfrontiert.
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2 Kommentare

  1. Ramona Günther

    ich bin so sprachlos an was man alles denken muss wenn ich Frührente beantragen will vielen dank das sie es mir einfacher machen, hätte ich es vor 2 Jahren schon gewusst wäre mein Antrag nicht abgelehnt worden.
    Danke
    Mit freundlichen Grüßen
    Ramona Günther

    Antworten
    • Konrad

      Sehr geehrte Frau R.G.,

      danke für Ihre Kontaktaufnahme und für Ihr Vertrauen!

      Sie haben vollkommen Recht,
      es muß von Anfang an,
      an Alles gedacht werden
      und jedes auch noch so kleinste Detail zählt,
      schließlich geht es langfristig um Ihre finanzielle Zukunft
      und um viel Geld!

      Der Inhalt der eigenen Krankenakte entscheidet über Erfolg oder Mißerfolg,
      denn die meisten Antragsverfahren,
      Begutachtungen,
      Verfahren vor dem Sozialgericht
      werden nach Aktenlage entschieden!

      Ich habe bereits über die von Ihnen hinterlegte E-Mail-Adresse Kontakt zu Ihnen aufgenommen,
      somit kann die weitere Kommunikation diskret per E-Mail erfolgen!

      Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

      Konrad Huber

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