Wie Sie die Frührente, Erwerbsminderungsrente, Berufsunfähigkeitsrente und den Schwerbehindertenausweis beantragen

Schritt für Schritt erfolgreich zum Antrag – Hilfe zur Selbsthilfe!

Fehlende Nachweise beschaffen

Fehlende Nachweise (Arzt- und Entlassungsberichte) organisieren und beschaffen!

  • In dem Artikel der Einführung Teil 1 haben wir geklärt, was man unter Erwerbsminderungsrente versteht und wie ich persönlich damit in Verbindung gekommen bin.
  • In dem Artikel der Enführung Teil 2 habe ich Ihnen dargelegt, daß meine Hilfs- und Infoseiten Ihnen Hilfe zur Selbsthilfe sein sollen damit Sie Ihren Antrag auf Erwerbsminderungsrente konsequent Schritt für Schritt vorbereiten können und erst einmal die notwendigen Fakten schaffen.
  • In dem Artikel “Schritt 1-Rechtsschutzversicherung” habe ich Ihnen nahegelegt, Ihr Kostenrisiko bei Rechtsauseinandersetzungen durch den rechtzeitigen Abschluß einer Rechtsschutzversicherung zu minimieren. (Wartezeiten beachten)
  • In dem Artikel “Schritt 2-VDK-Mitgliedschaft” habe ich Ihnen empfohlen, keinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente ohne einen kompetenten Rechtsbeistand bei Ihrer Rentenversicherung einzureichen.
  • In dem Artikel “Schritt 3-Kontenklärung” hatte ich Ihnen beschrieben, warum die lückenlose Klärung Ihres gesamten Versicherungsverlaufes von erheblicher Bedeutung für Ihre künftigen Rentenansprüche ist.
  • In dem Artikel “Schritt 4-Persönliche Voraussetzungen” hatte ich klar gestellt, daß ohne Vorliegen der gesetzlich geforderten, persönlichen Voraussetzungen keine Rentenansprüche geltend gemacht werden können.
  • In dem Artikel “Schritt 5-Rentenhöhe” habe wir erfahren, daß vor einer Beantragung von Erwerbsminderungsrente Klarheit herrschen muß über die tatsächliche Höhe der künftigen bzw. noch zu beantragenden Erwerbsminderungsrente.
  • In dem Artikel “Schritt 6-Krankengeschichte” haben wir festgestellt, daß eine detalliert und nachvollziehbar ausgearbeitete Krankengeschichte ein wichtiger Baustein und die Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Beantragung der Erwerbsminderungsrente darstellt.
  • In dem Artikel “Schritt 7-Nachweise” haben Sie erfahren, warum es in Ihrem ureigensten Interesse ist, alle vorhandenen Atteste, Arztberichte, Entlassungsberichte, zu ordnen und an einem sicheren Ort aufzubewahren.
  • In diesem Artikel “Schritt 8-Fehlende Nachweise” erkläre ich Ihnen, warum Sie unbedingt im eigenen Interesse dafür Sorge tragen müßen, daß alle Dokumente lückenlos vorliegen und notfalls mit Nachdruck bei den zuständigen Stellen angefordert oder persönlich in Empfang genommen werden müßen.

Ihre Rechte auf Herausgabe Ihrer Patientenakten bzw. Einsichtnahme und Fertigung von Kopien können Sie zum Beispiel mit Klick auf diesen Link bei Wikipedia nachvollziehen

Auszug:

Dokumentation und Patientenakte

§ 630f BGB verpflichtet den Arzt oder Zahnarzt, – wie bisher schon in den Berufsordnungen und in den Bundesmantelverträgen geregelt – eine Patientenakte zu führen und alle relevanten Fakten ausführlich zu dokumentieren.

Er besagt hierzu:

„Der Behandelnde ist verpflichtet, in der Patientenakte sämtliche aus fachlicher Sicht für die derzeitige und künftige Behandlung wesentlichen Maßnahmen und deren Ergebnisse aufzuzeichnen, insbesondere die Anamnese, Diagnosen, Untersuchungen, Untersuchungsergebnisse, Befunde, Therapien und ihre Wirkungen, Eingriffe und ihre Wirkungen, Einwilligungen und Aufklärungen. Arztbriefe sind in die Patientenakte aufzunehmen.“

Nachträgliche Änderungen sowohl in der auf Papier geführten Akte als auch in der elektronischen Patientenakte müssen den konkreten Inhalt und den genauen Zeitpunkt der Änderung erkennen lassen.

Einsichtsrecht in Patientenakte

§ 630g BGB räumt dem Patienten das Recht ein, auf sein Verlangen hin unverzüglich Einblick in seine vollständige Patientenakte zu nehmen und ggf. Abschriften der Aktenmappe in Papierform bzw. Duplikate der elektronischen Dokumentationen und Bilder gegen Auslagenersatz zu erhalten. Das Einsichts- und Duplizierrecht gilt auch für dessen Erben. In der Regel wird dies in der Praxis oder Klinik erfolgen, was aber auch abweichend vereinbart werden kann. Die Einsicht darf nur verweigert werden, „soweit der Einsichtnahme erhebliche therapeutische Gründe oder sonstige erhebliche Rechte Dritter entgegenstehen“.

Wer einen Antrag auf Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsminderungsrente bei seiner Rentenversicherung einreichen will der ist gut beraten, wenn er bereits im Vorfeld alle eventuell noch fehlenden Nachweise bei den Ärzten, Kliniken, REHA-Einrichtungen persönlich anfordert bzw. dort in Empfang nimmt.

  • Die meisten Leute haben keine Vorstellung davon wieviel Zeit und Aufwand oft notwendig ist, längst vergessen geglaubte Dokumente zu beschaffen bzw. wiederzubeschaffen.
  • Dabei wäre es oft ein leichtes, diese Unterlagen wie Atteste, Entlassungeberichte und andere Gutachten zeitnah im Anschluß an Behandlungen, Klinikaufenthalte und REHA-Maßnahmen herauszufordern.
  • Je mehr Zeit verstreicht, umso tiefer versinken die Nachweise in den Archiven und sind oft gar nicht mehr zugänglich.
  • Dann fehlen im Bedarfsfall die dringend notwendigen Dokumentations-Unterlagen und Fakten und verzögern ein Antragsverfahren auf Erwerbsminderungrente erheblich.
  • Aus diesem Grund möchte ich Ihnen dringendst nahelegen, alle fehlenden Nachweise in Ihrem eigenen Interesse schnellstmöglich beizuschaffen und sicherzustellen.
  • Durch diese Eigeninitiative können Sie persönlich in erheblichem Umfang zu einer beschleunigten Abwicklung Ihres Antragsverfahrens auf Erwerbsminderungsrente beitragen.
  • Nicht selten reichen Rentenantragsteller Ihren Antrag auf Erwerbsminderungsrente bei Ihrer Rentenversicherung unvollständig ein und verlassen sich darauf, daß die zuständigen Sachbearbeiter sich um die Beschaffung von fehlenden Unterlagen und wichtigen Dokumenten zugunsten Ihrer Versicherten kümmern.
  • Das ist aber ein schwerer Trugschluß und so wird buchstäblich der Bock zum Gärtner gemacht.
  • Es liegt im ureigensten Interesse eines jeden Antragsstellers, daß sein Antragsverfahren auf Erwerbsminderungsrente möglichst in kürzester Zeit von Statten geht.
  • Das funktioniert aber nur dann, wenn der Betroffene sich persönlich und konsequent um alle Details kümmert und seine Akten möglichst komplett und wohlgeordnet präsentiert.
  • In “Schritt 9-Kassensturz”  befassen wir uns mit dem überaus wichtigen Thema der privaten, finanziellen Gegegenheiten bei Ihnen als potentiellem Antragsteller auf Frührente.
  • Ohne die konsequente Gegenüberstellung der persönlichen Finanzen laufen Sie Gefahr, in existenzielle Nöte zu geraten.
  • Es muß unbedingt geklärt werden, ob Ihre künftigen Renteneinkünfte zur Deckung Ihres Lebensstandarts ausreichen oder ob ggf. zusätzliche Einkommensquellen angezapft werden müßen.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad Huber

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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Besten Dank!

Guten Tag, mein Name ist Konrad Huber.

(Jahrgang 1949) Ich beziehe seit 2001 eine private Berufsunfähigkeitsrente aus einer privaten Berufsunfähigkeitszusatzversicherung sowie eine volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Auch innerhalb meiner eigenen Familie und im Verwandten- und Bekanntenkreis wurde und bin ich mit dem Thema Berufsunfähigkeit und Erwerbsminderung täglich konfrontiert.
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Dann rate ich Ihnen dringend, die 10 größten Fehler zu vermeiden, die ein Antragsverfahren unnötig verzögern oder gar zum Scheitern beitragen! Tragen Sie Ihre E-Mail Adresse ein und Sie erhalten mein kostenloses Video über die "10 größten Kardinalfehler im Zusammenhang mit Ihrem Antrag" – damit Sie Ihren Antrag konsequent auf die Erfolgsspur bringen!

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